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24.02.2017

Ausgaben
Artikel Nummer: 17945

09-10/2017


Dass Geld nicht stinkt, hat der römische Kaiser Vespasian wohl so nicht gesagt. Was er tat, wissen wir: Er erhob eine Steuer auf Urin, um vom Boom des grossen Wirtschaftszweigs der Gerberei zu profitieren. Die Kritik fertigte er mit obigem Spruch ab.

 

Die Transportwelt ist angesichts ihrer  aktuell schwachen Ertragslage ebenfalls erfinderisch, wenn es darum geht, neue Mittel aufzutreiben. Ob es um die Auflage von Anleihen, die Ausgabe neuer Aktien, den Verkauf von Assets oder schlicht die Neuverhandlung bestehender Verbindlichkeiten geht – kein Weg, der nicht beschritten würde, wie Sie auch in dieser Ausgabe des ITJ lesen werden. Die Zeiten sind nicht leicht, aber die Perspektive kehrt zurück.

 

 Die Luftfrachtbranche als Indikator der Gesamtsituation hat bereits vor der Jahreswende frischen Wind unter den Flügeln gespürt. In der Schifffahrt stehen die Margen im Schüttgutsegment vor einem Comeback noch in diesem Jahr, hat Drewry vorgerechnet. Zusätzlich kehrt in der Containerschifffahrt mit dem offiziellen (Neu-)Start der grossen Allianzen ab April 2017 wieder mehr Stabilität ein, verriet uns Rolf Habben Jansen, CEO von Hapag-Lloyd, kürzlich in einem Interview. Die meisten Auguren erwarten mit 2019 das Wendejahr, das Angebot und Nachfrage wieder in ein gesundes Verhältnis bringt. Das sind Aussichten.

 

Viel Spass bei der Lektüre wünscht

 

Christian Doepgen
Chefredaktor

 

 

 

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