| Geodis Wilson Verkehrte Welt in Katar |
02. Februar 2010 | ||
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VON: TIM-OLIVER FRISCHE Die Geodis-Wilson-Niederlassung in Katar glänzte im Krisenjahr mit einem verbesserten Netto-Umsatz von mehr als 300% im Vergleich zum Vorjahr: Es war das beste Ergebnis der Unternehmens-
Und es gibt sie doch: Die Geschichten aus 1001 Nacht. Finden kann man diese im Emirat Katar, einem Staat im Nordosten der Arabischen Halbinsel am Persischen Golf. Der Hauptdarsteller: Geodis Wilson Qatar. Operations Manager Jan Groeschke spricht vom «besten Jahr in unserer Geschichte». Und er betont, «dass wir keine Krise gehabt haben». Verkehrte Welt in Katar? – Offensichtlich unberührt von der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise «trugen uns vier grosse Projekte, für die wir Ende 2008 den Zuschlag erhalten haben, ganz einfach durch das Jahr 2009», erzählt Groeschke weiter, mit dem ITZ-Chefredaktor Tim-Oliver Frische auf dem Geodis-Wilson-Stand anlässlich der SITL in Dubai sprach. Für 2010 gelte es, den um mehr als 300% verbesserten Netto-Umsatz aus dem Vorjahr zu stabilisieren, denn der Projektmarkt sei naturgemäss sehr instabil. Man könne nicht darauf vertrauen, dass jedes Jahr wieder die gleiche Anzahl an Projekten komme, weiss Groeschke, der mit zwei weiteren Kollegen der ITZ Rede und Antwort stand.
30% Wachstum in Dubai angepeilt Deutlich geringer, aber noch immer mit 30% im ordentlich zweistelligen Bereich soll das Wachstum in Dubai für das Jahr 2010 aussehen. Der dortige Branch Manager von Geodis Wilson, Casmiro Sequeira, räumt für 2009 indes ein, dass es «nicht das beste Jahr war im Vergleich zu den letzten fünf oder sieben Jahren» – ohne konkrete Zahlen zu nennen. Man habe aber in die richtigen Leute und in den Verkaufsbereich investiert, sagt er und hofft dabei für das Geschäftsjahr 2010, «dass sich die Möglichkeiten des Marktes kapitalisieren lassen». Mit der asiatischen Brille betrachtet sieht auch Regine Picard, Managing Director, Asia Pacific, Geodis Global Solutions, Wachstum im Handel mit dem Mittleren Osten. Demzufolge sei der Anteil des Mitteleren Ostens am Exportmarkt aus Asien heraus in den letzten Monaten gewachsen. «Wir erleben einen deutlich positiven Trend», so Picard. «Wir haben vor etwa zwei Jahren hier ganz klein angefangen. Jetzt beobachten wir, dass es Monat für Monat nach vorne geht.»
IBM globaler Partner Angesprochen auf die grössten Projekte in der nahen Zukunft berichtet Casmiro Sequeira über eine kürzlich begonnene Zusammenarbeit mit IBM als globalem Partner. Für Acer zeichne man zudem verantwortlich für deren See- und Luft-Konzept in Asien sowie von Fernost nach Europa. «Wir bewegen rund 500 t für Acer jeden Monat nach Europa», so Sequeira. Derweil steht das Thema Kostenoptimierung für Regine Picard, die von Hongkong aus agiert, im Vordergrund. «Das ist ein Schlüssel für uns, um weiter zu wachsen. Wo immer wir bisher die Chance hatte dem Kunden zu demonstrieren, dass Geodis in der Lage ist, Kostenoptimierungsansätze zu liefern, haben wir es getan», betont sie. Zurück zu Geodis Wilson Qatar: Deren Hauptgeschäft ist bei den Öl- und Gasunternehmen zu finden: Im Mittleren Osten betreut Geodis Wilson Qatar etwa Syrien. «Dort haben wir einen Kunden, der zu den führenden Öl- und Gas-Unternehmen in diesem Land zählt», berichtet Groeschke. Syrien habe stabiles wirtschaftliches Wachstum vorzuweisen, und das Land öffne sich zusehends. «Wir werden sehen, was die Zukunft bringt, aber vor allem wird Syrien vom Nord-Irak als Gateway für Öl- und Gas-Exporte sowie für Ersatzteile-Importe profitieren. Und das wird zusätzliches Geschäft für uns generieren.» Bei den Stückgut-Aktivitäten möchte man zumindest lokal weiter zulegen, verrät der gebürtige Elmshorner im ITZ-Gespräch abschliessend.
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