Heavylift / Breakbulk

  • An Bord der «Svenja» fanden acht Schlepper sowie ein E-Powerhouse Platz.

05.05.2015 Von: Antje Veregge


Artikel Nummer: 10175

Der Plan ist aufgegangen

Planung ist mindestens die halbe Miete beim Transport von Schwergut und Projektladung. Das gilt insbesondere bei einem ehrgeizigen Projekt wie der Verladung von insgesamt acht Schleppern und einem Powerhouse an Bord eines einzigen Schwergutschiffes. Dass die Rechnung aufgehen kann, bewies ein Projekt von SAL Heavy Lift.


Manchmal kommt es auf die Grösse an. Bei einer Verladung von acht Schleppern des niederländischen Unternehmens Damen und einem E-Powerhouse an Bord des Schwergutschiffes Svenja war die ausserordentliche Ladekapazität des Frachters einer der entscheidenden Faktoren. Die Schiffe des Typs 183 sind mit zwei Kranen, die jeweils bis zu 1000 t heben können, ausgestattet und verfügen über den grössten Stauraum innerhalb der Flotte von SAL. Dennoch, bei dem ehrgeizigen Unterfangen kam es darauf an, jeden verfügbaren Quadratmeter an Bord optimal auszunutzen.

 

Die Reise nahm in ihren Anfang in Vietnam, wo die Svenja sechs Schlepper in Haiphong und zwei weitere in Da Nang an Bord nahm. Die Einheiten wiesen ein jeweiliges Gewicht von bis zu 500 t und Abmessungen von 28,6 x 14,4 x 15,8 m auf. Sechs Schlepper wurden auf und die restlichen zwei unter Deck verladen, so dass auch das E-Powerhouse Platz an Bord fand. Dieses wurde in Batam (Indonesien) geladen und zuerst in Rio Grande (Brasilien) gelöscht. Seine Masse betrugen 22 m x 28 m x 23 m, das Gewicht belief sich auf 1263 t. Das E-House ist für die Verwendung in einer FPSO-Einheit vorgesehen.

 

Dadurch, dass sich die Schlepper zum Zeitpunkt der Verladung des Powerhouses bereits auf dem Schiff befanden, war es notwendig, ein innovatives Hebekonzept für die letzte Ladungspartie zu entwickeln, damit die Einheiten nicht durch das Bewegen der zusätzlichen Fracht beschädigt wurden. Die Schlepper wurden in Lagos (Nigeria) und Rotterdam (Niederlande) gelöscht.

 

Sven Weide-Weddig, Project Engineer bei SAL Heavy Lift, erklärt das komplexe Unterfangen: «Es war ein riesiger Vorteil, dass wir in der Lage waren, alle Schlepper mit nur einem einzigen Haken zu laden – trotz eines jeweiligen Gewichts der Einheiten von bis zu 500 t.» Seiner Aussage nach wurde dadurch eine maximale Flexibilität während der Rotation beim Laden und Löschen erzielt. «Natürlich hat es eine grosse Rolle gespielt, dass wir eng mit unserem Auftraggeber Damen kooperiert haben.» Weide-Weddig beschreibt, dass die grösste Herausforderung darin bestand, das Gewicht des E-Houses gleichmässig auf der Ladefläche zu verteilen. Bei 1263 t verfügte die Partie über lediglich vier Beine mit einem Durchmesser von 1,2 m, auf den das Gewicht verteilt werden musste. Darüber hinaus lag der Gewichtsschwerpunkt auf einem hohen Niveau, woraus sehr hohe Reaktionskräfte resultierten. Aus diesem Grund führte SAL eine detaillierte Methode der finiten Elemente aus, ein Berechnungsverfahren im Ingenieurswesen, um so den Moment der Ladungsübernahme an Deck gründlich zu untersuchen.

 

Nachdem die Ingenieure die wichtigsten Aspekte herausgearbeitet hatten, entwarfen und konstruierten sie den Trägerrost. Dieses sorgte dafür, dass das Gewicht auf die zuvor identifizierten starken Punkte an Deck traf, so dass letztlich keine weitere Gewichtsverteilung mehr notwendig war.   

 

 

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