Heavylift / Breakbulk

  • Generatoren und Turbinen im intermodalen Transport in Florida.

09.12.2014 Von: Christian Doepgen


Artikel Nummer: 8531

USA: Energieboom und Güterverkehr

Der Boom des Energiesektors in den USA, der vom traditionellen Öl- und Gasgeschäft u.a. mit neuen Raffinerien in North Dakota und Minnesota, Pipelines wie dem Sandpiper Oil- oder dem Keystone XL-Projekt bis hin zu LNG-Exportterminals und alternativen Energiekraftwerken reicht, hat seine Auswirkungen auf die Transportwirtschaft.


Die Energiewirtschaft hat zum einen als Verlader an Bedeutung zugelegt. Allein der Transport von Fracking-Sanden hat z.B. bei den US-amerikanischen Eisenbahngesellschaften aufgrund der guten Preise in einem solchen Umfang zugelegt, dass traditionelle Güter verdrängt werden. So beklagte Mitte Oktober Ben Brancel, Handels- und Landwirtschaftsminister des US-Bundesstaates Wisconsin, dass auf der Schiene für Schütt- und Massengüter wie Getreide, Kies oder Papier nicht ausreichend rollendes Material und Personal zur Verfügung stünden. Die Auslastung der Bahnen durch den Energiesektor stelle inzwischen die Versorgungssicherheit anderer Branchen in Frage.

 

Geschäftschancen für Projektlogistik gestiegen

Zum anderen steigt in der Folge der Hausse des Energiesektors die Bautätigkeit in vielen Bereichen stark an. Der Ausbau der Infrastruktur, Grossprojekte der Petrochemie wie die Verlegung von Pipelines sowie die Errichtung von LNG-Exportterminals schreiten voran. Experten schätzen, dass sich die bereits beschlossenen Projekte mit Investitionen in Verflüssigungsanlagen, Speicher, Pipelinesysteme und neue Hafenanlagen auf zweistelliger Milliardenhöhe bewegen. Diese gerade entstehende Exportbranche wird künftig zahlreiche Aufträge in der Projekt- und Schwergutlogistik zu vergeben haben.        

 

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