Heavylift / Breakbulk

  • Ein Zielort fernab von Strasse, Schiene und Fluss.

05.11.2014 Von: Christian Doepgen


Artikel Nummer: 8061

Im Tandem fernab der Strasse

Manchmal geht es auch im Doppelpack: Express Global Logistics hat für den Staudammbau und Wasserenergieprojekte in der Demokratischen Republik Kongo Zulieferungen getätigt. Die insgesamt 3500 Frachttonnen wurden in Kooperation mit Polytra unter erschwerten Bedingungen angeliefert. Beide Firmen haben auch als Mitglieder des Netzwerks WWPC zusammengespannt.


Die «grossen Inga-Dämme 3» als Basis für ein ehrgeiziges Wasserenergieprojekt für die Demokratische Republik Kongo, aber auch für Namibia, Angola, Botswana und Südafrika warten seit Jahrzehnten auf ihre Umsetzung. Nachdem internationale Entwicklungsbanken ihre Finanzierungszusagen endgültig im März 2014 getroffen haben, beginnt nun die erste Phase der Realisierung. Express Global Logistics EXG (früher Express Transport), indisches Mitglied des Netzwerks Worldwide Project Consortium WWPC, hat kürzlich für einen Grosskunden den ersten grösseren Transport in den Kongo getätigt. Die besondere Schwierigkeit: der Zielort befand sich in einem Binnenland abseits von Strassen, Bahnanschluss oder Flüssen. Die Fracht bestand aus Baggern, Muldenkippern, Kranen und weiterer Ausstattung für Erdarbeiten.

 

Konvoi durchs Niemandsland

EXG hat ca. 3500 Frachttonnen von Mumbai über Daressalam, Tansania, bis nach Lubumbashi in der Demokratischen Republik Kongo verbracht. Die Aufgabenpalette umfasste zuzüglich zur zeitgerechten Vorlage der Ladungspapiere die Zollabfertigung unter möglichst geringer Liegegebühr im Löschungshafen. 80 Fahrzeuge mit Begleitung übernahmen die Fracht. Zahlreiche weitere Genehmigungen waren nötig, da die Ladung zwei weitere Landesgrenzen, von Tansania über Sambia bis in den Kongo passieren musste. Polytra, ebenfalls Mitglied des WWPC, übernahm im Rahmen des Projekts die Aufgabe, Grossmodule unter Aufsicht des Kunden so zu transportieren, dass eine sichere Passage bis zum Zielort möglich wurde. EXG und Polytra gelang es insbesondere, mit dem Einverständnis des Kunden die Beladung zu optimieren und so ursprünglich geplante Zahl an Fahrzeugen zu verringern.

 

 

 

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