Heavylift / Breakbulk

  • Die Vibrator-Buggys erreichten ihr Ziel fristgerecht.

22.08.2018 Von: Marco Wölfli


EPC
Artikel Nummer: 24119

Zeitdruck in Texas

Der amerikanische Logistiker C.H. Robinson wickelte gleich zwei Schwerguttransporte für den Energiesektor ab. Bei beiden war ein Sondereffort des Teams nötig, um die Fracht pünktlich auszuliefern.


 

Houston ist das Zentrum der amerikanischen Ölindustrie. In der texanischen Metropole konzentrieren sich zahlreiche Unternehmen, die in die Ölförderung im Golf von Mexiko involviert sind. Viele Zulieferer der Öl- und Gasindustrie sind aber nicht nur im Heimmarkt, sondern global tätig. Ihnen kommt gelegen, dass der Preis der Sorte Brent in den letzten zwölf Monaten um rund 40% gestiegen ist. Dadurch werden die Ölfirmen investitionsfreudiger und erwerben in Texas neue «Hardware».

 

 

Schwere Trucks für die Erdölsuche

Davon profitiert auch der amerikanische Logistikkonzern C.H. Robinson, der diesen Sommer gleich zwei Schwergut-Lieferungen im Energiesektor durchführte. Das erste Projekt betraf fünf sogenannte Vibrator-Buggys, die bei der seismischen Suche nach Erdöl zum Einsatz kommen. Das Team von C.H. Robinson war damit vertraut, die Fahrzeuge von Houston zum Hafen Freeport zu transportieren, wo sie Richtung Kuwait verschifft wurden. Der Transport erfuhr allerdings eine Verzögerung, weil Komponenten des seismischen Systems noch fehlten.

 

Das setzte die Verantwortlichen für den Transport unter Druck, da eine Frist von 72 Stunden für die Zollabfertigung vorgesehen war. Es erforderte dann einige Überstunden seitens des Transporteurs, doch die Buggys erreichten das Schiff, das sie nach Kuwait brachte, rechtzeitig.

 

 

Kippgefahr für die Gasfackelspitze

Eine andere Herausforderung meisterte C.H. Robinson beim Transport einer Gasfackelspitze, wie sie beispielsweise bei Erdölraffinerien zum Einsatz kommt. Die knapp 10 t schwere Gasfackelspitze musste von Broken Arrow, Oklahoma, per Lkw zum Hafen von Houston transportiert werden. Bis dahin verlief der Auftrag problemlos. Doch in Houston, bemerkte Projektlogistikmanager Aaron Holloway, dass Hebeanweisungen der Fackelspitze unvollständig waren und mit dem geplanten Manöver ein Umkippen der Fackelspitze gedroht hätte.

 

 

Von Oklahoma nach Malaysia

Zusammen mit einem Vermessungsingenieur entwickelte Holloway eine andere Lösung, bei der die Fackelspitze an den Gabelstapler-Löchern in die Höhe gehoben und im Schiffsbauch versenkt wurde. Die C.H. Robinson-Crew stand dabei unter Zeitdruck, da die Abfahrt des Schiffs nur drei Stunden später erfolgte. Die Fracht gelangte zuerst nach Singapur und von dort weiter zum Hafen von Kota Kinabalu im malaysischen Bundesstaat Sabah. Den letzten Teil des Transports legte die 5 m hohe Gasfackelspitze auf dem Landweg zurück.   

 

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