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  • 14 Linienreederien sind Teil einer Untersuchung seitens der EU.

10.12.2013 Von: Antje Veregge


Artikel Nummer: 4260

Verstoss gegen die Spielregeln?

Die EU Kommission hat ein formelles Verfahren gegen 14 Linienreedereien aufgrund des Verdachts des Verstosses gegen die Kartellvorschriften eröffnet.


Die Europäische Kommission hat am 22. November ein offizielles Prüfverfahren gegen 14 Containerlinien eröffnet. Ziel ist es herauszufinden, ob diese durch aufeinander abgestimmte Verhaltensweisen gegen die EU-Kartellvorschriften verstossen haben. Als Begründung für die Untersuchung gibt die Kommission an, dass die betreffenden Unternehmen seit 2009 regelmäs­sig geplante Preiserhöhungen durch Pressemitteilungen auf ihren Websites und in der Fachpresse bekannt gäben. Mehrmals jährlich kündigten sie den Betrag und den Termin der Erhöhungen an, die in der Regel zu einem ähnlichen Zeitpunkt vorgenommen würden. Dabei gebe ein Unternehmen nach dem anderen wenige Wochen vor dem angekündigten Termin seine Pläne bekannt.

Daher hat die Kommission Bedenken, dass die Unternehmen einander auf diese Weise über geplante Preiserhöhungen informieren und den Wettbewerb dadurch beeinträchtigen könnten. Daraus könnten sie zum Nachteil der Verbraucher höhere Preise auf dem Markt für Linienschifffahrtsdienste für die Container-Beförderung auf Strecken von und nach Europa durchsetzen. Die Kommission wird nun prüfen, ob dieses Verhalten eine abgestimmte Verhaltensweise darstellt, die gegen Artikel 101 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) und Artikel 53 des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR-Abkommen) verstösst.

Von offizieller Seite gibt es bislang keine Angaben darüber, welche Reedereien konkret betroffen sind. Unbestätigte Quellen sprechen jedoch davon, dass alle 14 Reedereien zu den 20 grössten Containerlinien weltweit gehören. Die dänische Maersk Line sowie die französische Cma Cgm haben dabei öffentlich bestätigt, dass sie Teil der Untersuchung sind, die Beschuldigungen jedoch abgestritten. Bereits im Jahr 2011 hatte die Europäische Kommission die Büros von 12 Linien aufgrund dieses Verdachts untersuchen lassen.       

 

 

 

 

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