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  • Hamburg war 2013 der Gewinner unter den drei grössten Häfen Europas.

15.01.2014 Von: Antje Veregge


Artikel Nummer: 4518

Wenn zwei verlieren...

... freut sich Hamburg über Zuwachs. Das Volumen beim Containerumschlag in Rotterdam und Antwerpen sank 2013 jedenfalls ab. Darf man für 2014 optimistisch sein?


Für die beiden westeuropäischen Häfen Rotterdam (Niederlande) und Antwerpen (Belgien) war das vergangene Jahr in Hinsicht auf den Containerumschlag kein Erfolg. In Antwerpen, gemessen am Umschlag dem derzeit drittgrössten Containerhafen Europas, sank das Volumen der stählernen Boxen um 0,7% auf 8,57 Mio. Teu. Im belgischen Hafen sieht man trotz dieses leichten Rückgangs  optimistisch in die Zukunft. Man verspricht sich eine Zunahme der Marktanteile von der Ankündigung des P3-Netzwerks, Antwerpen in Zukunft verstärkt anzulaufen. Der Gesamtumschlag in Antwerpen lag vorläufigen Annahmen zufolge im vergangenen Jahr mit 184,1 Mio. t 3,5 % über dem Vorjahresniveau.

 

Rotterdam verliert ebenfalls

Ähnlich die Lage in Rotterdam. Der Gesamtumschlag erreichte hier 2013 mit 442 Mio. t zwar das Vorjahresniveau. Bei Europas unangefochtenem Spitzenreiter beim Containerumschlag gingen im vergangenen Jahr mit 11,66 Mio. Teu jedoch 1,7% weniger Boxen über die Kaimauern. Als Grund zitierte der mittlerweile ausgeschiedene Hafenchef Hans Smits die anhaltende Konjunkturschwäche und Kapazitätsprobleme durch Streiks. Darüber hinaus habe der Hamburger Hafen Mengen zurückgewonnen und grosse Schiffe aus Asien seien zunehmend direkt in die Ostsee gefahren, anstatt über Rotterdam zu feedern. Dementsprechend ging das Feedervolumen um 11,5% zurück, während die Deep-Sea-Mengen um 3,4% sanken. Die Shortsea-Verkehre wuchsen hingegen um 13,2 %.

 

Hamburg gewinnt

Der Hamburger Hafen legte bis Redaktionsschluss zwar noch keine offiziellen Umschlagzahlen vor. Es ist jedoch davon auszugehen, dass er sich als Gewinner unter den drei grössten Containerhäfen in Europa ansehen darf. So liess Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch im Dezember verlauten, dass von einem Jahresumschlag von gesamthaft 9,3 Mio. Teu in 2013 ausgehe. Das würde einem Zuwachs von 4,5% gegenüber dem Vorjahresergebnis entsprechen. Aber auch in Hamburg sind die Aussichten nicht uneingeschränkt rosig. Der niederländische Analyst Dynamar revidiert in seinem aktuellen Report Dynaliners seine 2010 erstellte Einschätzung für den Umschlag im norddeutschen Hafen im Jahr 2025 von 25,3 Mio. Teu auf nunmehr 15,4 Mio. Teu. Dennoch scheint vorsichtiger Optimismus angebracht: Der Containerumschlag-Index des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) hat sich im November von 117,0 auf 117,4 verbessert. Damit steigt der Index, der auf den Angaben aus 73 Häfen basiert, bereits im fünften Monat in Folge. Somit verdichten sich die Anzeichen, dass der internationale Warenaustausch die Stagnationsphase verlassen hat. Die Analysten geben jedoch zu bedenken, dass die Aufwärtstendenz nach wie vor nicht sehr kräftig ausfalle.  

 

www.dynamar.com

 

www.hafen-hamburg.de

 

www.isl.org

 

www.portofantwerp.be

 

www.portofrotterdam.com

 

 

 

 

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