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  • Auf Ausbau aus: Thierry Dornier in Chavornay.

Von: Christian Doepgen


Artikel Nummer: 30408

«Tief verwurzelt»

Kaum jemand, der PESA in der Suisse Romande nicht kennen würde. Das Unternehmen in Lausanne-Chavornay will seine Dienstleistungen in Spedition, Verzollung und Lager-logistik ausbauen. Mit dem neuen Direktor Thierry Dornier sprach Christian Doepgen.


 

 

Thierry, wie hat sich 2019 in dieser neuen Verantwortung entwickelt?

Besser hätte ich es kaum treffen können. Das seit 1973 bestehende Logistikunternehmen PESA ist in der ganzen Region tief verwurzelt und verfügt über einen Stamm erfahrener Mitarbeitender. Mit über 16 Mio. CHF Umsatz p.a. haben wir eine verlässliche Position im Markt.

 

 

Wie gestaltete sich die Einführung?

Es hat eine intensive Einführung über sechs Monate gegeben. Neben Chavornay als regionalem Hauptsitz, PESA-Nieder- lassungen in GE, VS und TI, der Schwesterfiliale der PESA AG in Pratteln und den Töchtern in St. Louis und Weil sowie Segmenten wie Quali-Night im Nach-Express- Bereich erhielt ich u.a. einen Einblick in internationale Tochterunternehmen von Planzer wie Groupe Ritschard, Decker in Achern und Maier in Singen. Auch ein Nischenplayer wie Helveticor im Markt für Sicherheitslogistik ist interessant. Heute kenne ich die wichtigsten Ansprechpartner des Firmenverbunds persönlich.

 

 

Welche Laufbahn stand vor dem Eintritt?

Ursprünglich hegte ich den Traum, mich nach dem Studium an der Ecole de Direction du transport et de la logistique (EDTL) mit eigenen Lkw als Transportunternehmer selbständig zu machen. Tatsächlich zwei Jahre als Chauffeur am Steuer, habe ich danach über ein Jahr als Zolldeklarant, drei Jahre im internationalen Landtransport und vier Jahren im See- /Luftverkehr Erfahrung gesammelt, bevor ich von 2005 bis 2018 bei Ziegler Schweiz Führungsverantwortung übernommen habe.

 

 

Wie sieht das Profil von PESA aus?

Über unsere traditionelle Stärke im Landtransport und in der Verzollung – allein in Charvornay sind 14 Zolldeklaranten tätig – hinaus decken wir mit etwa 60 Mitarbeitenden, auch in Genf-La Praille, Bardonnex, Martigny und Balerna bei Chiasso, die Schweiz ab. Unser täglicher Frankreich-Shuttle ab Paris ist ein Trumpf. Im Verzollen von Früchten und Gemüse, Textilien sowie Nahrung und Alkohol haben wir viele Jahre Erfahrung.

 

 

Gibt es zusätzliche Transport-Nischen, auf die sich PESA spezialisiert hat?

Eine eigene Expertise haben wir z.B. im Containertransport von persönlichen Effekten nach Afrika aufgebaut, wobei uns die Nähe zum Kombi-Terminal Terco in Chavornay zugute kommt. Jeden Monat gehen etwa 25 TEU in verschiedene afrikanische Länder ab – ein komplexer, aber interessanter Verkehr.

 

 

Welche Ziele stehen für die Zukunft an?

Gut bekannt, können wir PESA als Marke noch stärker im Markt positionieren und die ganze Bandbreite unserer Aktivitäten aufzeigen. Wir sind zugelassener Iata-Luftfrachtagent, mit eigener Abteilung für Seetransport, und unterhalten neben dem Zollfreilager ein eigenes Zwischenlager für Teilladungen von KMU.

 

 

Bleibt noch Zeit für Ihr Engagement für die gesamte Branche?

Als Vorstandsmitglied im Vorstand von Spedlogswiss Romandie vertrete ich unsere Sektion im Zentralkomitee in Basel. Hier vor Ort stehe ich zusätzlich dem Bereich Landtransport als Präsident vor.

 

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