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  • MOL, K Line und NYK haben 2012 unterschiedlich abgeschlossen.

07.05.2013 Von: Antje Veregge


Artikel Nummer: 1749

Japaner auf unterschiedlichem Kurs

Die drei japanischen Schifffahrtslinien MOL, ­K Line und NYK haben mit Ende März das Finanzjahr 2012 abgeschlossen. Die Ergebnisse sind sehr gemischt.


MOL verbucht nun bereits im zweiten Jahr in Folge einen Verlust. Während sich dieser im Finanzjahr 2011 jedoch noch auf eine Summe von 26 Mrd. JPY (267 Mio. USD) belief, stieg das Negativergebnis im jüngst abgeschlossenen Zeitraum auf insgesamt 178,8 Mrd. JPY ­­(1,9 Mrd. USD). Nach Aussage des Unternehmens ist ein umfangreiches Restrukturierungsprogramm mit Kosten in Höhe von rund 1 Mrd. USD in Kombination mit den allgemein schlechten Marktbedingungen Hauptgrund dieser Entwicklung.

Der Gesamtumsatz des Unternehmens belief sich auf insgesamt 16 Mrd. USD. Das bedeutet einen Anstieg um 5,2% im Vergleich zum Vorjahr. Der Containerbereich erholte sich dabei allerdings im Vergleich zum Finanzjahr 2011. Damals belief sich der Verlust noch auf runde 307 Mio. USD, während das Unternehmen sein negatives Ergebnis in diesem Bereich im jüngst abgeschlossenen Zeitraum auf 115 Mio. USD reduzieren konnte. Grund seien vor allem die verstärkte Praxis des Slowsteamings und eine Reduzierung von Abfahrten, so MOL.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet MOL für seinen gesamten Geschäftsbereich mit einem Gewinn in Höhe von 514 Mio. USD.

K Line hingegen schrieb im vergangenen Finanzjahr im Gegensatz zu 2011 wieder schwarze Zahlen. Das Nettoergebnis für das Gesamtunternehmen belief sich dabei auf 10,7 Mrd. JPY (113,4 Mio. USD), während K Line im Vorjahr noch Verluste in Höhe von 41 Mrd. JPY (422 Mio. USD) verzeichnete. Grundlage dieser Veränderung war ein strenges Programm zur Kostensenkung. Der Containersektor fuhr insgesamt 68 Mio. USD Profit ein, ein starker Kontrast zum Vorjahresverlust in Höhe von 396 Mio. USD.

Wie MOL begründet auch K Line diese Entwicklung hauptsächlich mit einer Reihe von Massnahmen zur Effizienzsteigerung wie beispielsweise dem Einsatz grösserer Schiffe, der Einstellung einiger Dienste, Slowsteaming sowie Versuchen, das Niveau der Frachtraten zu erhöhen.

 

NYK profitiert von Diversifikation

Mitbewerber NYK schneidet hinsichtlich der Geschäftszahlen im Vergleich der drei japanischen Schifffahrtsunternehmen am besten ab und verzeichnet einen Profit von 18,8 Mrd. JPY­(193 Mio. USD) für das Finanzjahr 2012. In 2011 erwirtschaftete NYK noch einen Verlust in Höhe von 72,8 Mrd. JPY (748 Mio. USD).

NYK verfügt über eine breiter aufgestellte Flotte als MOL und K Line und konnte vor allem von Überschüssen im Massengutbereich profitieren, der auch den profitablen Bereich der Autotransporter einschliesst.

Der Containerbereich brachte jedoch auch NYK wenig Freude in finanzieller Hinsicht, obwohl das Unternehmen hier seine Verluste von 44,7 Mrd. JPY (455 Mio. USD) im Geschäftsjahr 2011 auf 9,4 Mrd. JPY (95,8) Mio. USD im abgeschlossen Jahr reduzieren konnte.

        

www.kline.com

 

www.mol.co.jp

 

www.nyk.com

 

 

 

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