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  • Der grenzüberschreitende North Sea Port setzt auf Expansion.

12.01.2018 Von: Christian Doepgen


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Artikel Nummer: 21537

Doppelhafen ist geboren

Lange hatten die Verhandlungen gedauert. Zum neuen Jahr haben Zeeland Ports und Gent Nägel mit Köpfen gemacht und den binationalen North Sea Port gegründet.


 

In einer Zeit des Fusionsfiebers drängen sich die Parallelen auf. Es ist keine drei Jahre her, dass die US-Häfen von Seattle und Tacoma im US-amerikanischen-kanadischen Grenzraum die «Northwest Seaport Alliance» aus der Taufe hoben. Jetzt hat auch Europa sein Vorbild: die Fusion zwischen den Hafenbehörden von Zeeland Seaports (ZSP), Niederlande, und dem Hafen von Gent, Belgien, ist zum 1. Januar 2018 wirksam geworden.

 

Der Hauptsitz des neuen Verbunds North Sea Port wird sich in Terneuzen, Niederlande, befinden. Die beiden Häfen, die seit November 2016 Verhandlungen über diese grenzüberschreitende Fusion geführt und im August 2017 ihren Umsetzungsplan vorgestellt hatten, sind nunmehr eine rechtliche Einheit. Das Dach bildet eine neue Holding, die ihren Sitz wiederum in Gent haben wird. Die Anteile halten die verschiedenen Eigner wie folgt: Gent verfügt über 48,52%, Zeeland 25% und die Gemeinden Terneuzen, Borsele und Vlissingen über jeweils 8,33%. Die Provinz Ostflandern und die Gemeinden Evergem und Zelzate halten als (kleine) Anteilseigner den Rest.

 

Von der Fusion versprechen sich ZSP und Gent ein beschleunigtes Wachstum. Nach den derzeitigen Plänen soll der Mehrwert bis 2022 um 10% wachsen, der seeseitige Umschlag soll von 62 Mio. t auf mindestens 70 Mio. t steigen, und das Umschlagsziel im Binnenverkehr, heute bei 55 Mio. t, liegt bei 60 Mio. t. Ein Schlüssel für die politische Umsetzung des Plans bildete das Versprechen, die Zahl der bislang ca. 97 000 Beschäftigten auf über 100 000 zu steigern.