Regionaler Fokus

  • Valerio Alpini (l.) und Daniele Garavaglia von Italsempione setzen auf den Maghreb.

02.05.2018 Von: Christian Doepgen


Artikel Nummer: 23109

Ein ganz neues Team

Freitag ist für Italsempione der geschäftigste Tag der Woche, da u.a. die Sammelgut-Fracht von Mailand in Richtung Algeciras und Marokko startet. Trotzdem nahmen sich Direktor Valerio Alpini und Daniele Garavaglia, Leiter Strassentransport, die Zeit für ein Gespräch mit Christian Doepgen, um die im November 2017 begonnene Kooperation mit Timar zu beleuchten und neue Pläne aufzuzeigen.



Herr Alpini, Herr Garavaglia, was hat sich seit dem 24. November 2017 bei Italsempione getan?

Alpini: Unsere neue Partnerschaft mit Timar, die an diesem Tag begann, hat ihre Früchte getragen. Mit Timar, 1980 gegründet und an der marokkanischen Börse notiert, haben wir neue Sammelgut-Verkehre in Richtung Marokko auf den Weg gebracht.

 

Garavaglia: Timar verfügt u.a. über Standorte in Tanger, Marrakesch und Casablanca, von wo aus die Distribution landesweit – und bis nach Tunesien – stattfindet.

 

 

Wie wickeln Sie die Verkehre ab?

Alpini: Wir sind der wichtigste Sammelfracht-Anbieter in Italien für diesen Landverkehr und sammeln die Ladung täglich in unserem Hub in Mailand.

 

Garavaglia: Freitags starten die Lkw von Mailand Richtung Südfrankreich und Spanien und stehen Sonntagabend in Algeciras zur Überfahrt nach Tanger bereit. Wir setzen zwei Fahrer pro Fahrzeug ein, um den Zeitplan umzusetzen.

 

 

Handelt es sich ausschliesslich nur um Landverkehre?

Alpini: Nicht nur. Richtung Marokko und Tunesien bieten wir auch Verbindungen an, die per RoRo-Verkehr die Strecke vom Hafen Genua zurücklegen.

 

 

Wie sieht es neben dem Maghreb mit dem afrikanischen Hinterland aus?

Garavaglia: Marokko wird auch als Einkaufszentrum Westafrikas bezeichnet. Viele italienische Güter, die nach Marokko gehen,  werden nach Mali, Burkina Faso und in den Senegal weitertransportiert.

 

 

Von welchen Gütern sprechen wir?

Alpini: Die Sammelfracht ist vielfältig. Es handelt sich sowohl um klassische italienische Exportware wie Textilien, Möbel und Leder, aber auch um Elektrogeräte, Ersatzteile und Maschinen.

 

 

Wo liegt Ihr Unterscheidungsmerkmal bei diesen Verkehren?

Garavaglia: Die meisten Anbieter nach Italien nach Marokko nutzen vor allem die Seeverbindungen im Mittelmeer. Hier bringen wir mit unserem Landverkehr neue Möglichkeiten ins Spiel. Wir schöpfen dabei die Chancen aus, die der Wochenendverkehr für Lkw-Transporte via Spanien ermöglicht.

 

 

Welchen Umfang haben die Verkehre heute – und welche Ziele sind geplant?

Alpini: Derzeit gehen wöchentlich vier Lkw mit Sammelgut Richtung Marokko und zwei Richtung Tunesien aus Mailand ab. Wir planen aber, bis Ende 2018 auf jeweils sechs bzw. vier Lkw aufzustocken.

 

 

Welche Massnahmen ergreifen Sie dazu?

Alpini: Wir haben für die neuen Sammelgutverkehre in den Maghreb ein ganz neues Team aufgebaut, das u.a. auch das Marketing in den jeweiligen Ländern übernimmt. Wir haben Grund zur Zuversicht.

 

 

Gibt es weitere neue Verkehre innerhalb Ihres Portfolios?

Garavaglia: Allerdings. Wir arbeiten seit vier Wochen mit Mainfreight in den Niederlanden, die wie wir der System Alliance Europe angehören, als neuem Partner zusammen. Grössere Volumina ermöglichen uns tägliche Verkehre von Mailand. Die Kooperation mit dem neuen Partner läuft ausgezeichnet an.

 

 Alpini: Nicht zu vergessen ist auch Modena, von wo aus wir drei Mal die Woche Lkw mit Sammelgut zu Mainfreight nach ’s-Heerenberg starten.

 

 

Und darüber hinaus?

Alpini: Wir haben kürzlich einen neuen Standort in Bozen, Norditalien, eröffnet, um von dort Destinationen in Österreich und Deutschland zu bedienen.

 

Garavaglia: Und schliesslich haben wir seit letztem November unsere Kooperation mit Gebrüder Weiss auf den Vorarlberg ausgeweitet. Die Wechselverkehre zwischen den Regionen Vorarlberg und der Lombardei ziehen an und auch hier erlauben uns die bestehenden Volumina tägliche Verkehre.

 

 

Mehr zum Thema