Regionaler Fokus

  • U. de Pretto (vord. Reihe 5. v.r.) mit Partnern der IRU in den VAE.

10.01.2018 Von: Andreas Haug


Artikel Nummer: 21563

Wichtiges Bindeglied

Eine Podiumsdiskussion in Beirut stellte kürzlich fest, dass der globale Transitstandard TIR bis zu 57% Zeit- und 38% Kostenaufwand der Intermodal- und Strassentransporte in der arabischen Region einsparen könnte. Jetzt sind zwei neue Signatarstaaten hinzugekommen.


 

Seit Jahresende ist TIR vollständig in den Vereinigten Arabischen Emiraten implementiert und wird in den nächsten Monaten zunächst in Abu Dhabi, Dubai und Sharjah angewendet. Im Rahmen einer offiziellen Präsentation erklärte Umberto de Pretto, der Generalsekretär der Internationalen Strassentransport­union (IRU), am 18. Dezember in Dubai: «Die Fähigkeit des TIR, den Handel in kritischen Korridoren, die Südasien und China mit dem Mittleren Osten verbinden, zu erleichtern, ist von besonderer Bedeutung. Wir freuen uns, TIR gemeinsam mit unseren Partnern in den VAE auf den Weg zu bringen, damit die Aussichten für den Handel wachsen können.»

 

Zu diesen Partnern gehören insbesondere der Automobile and Touring Club of the UAE als nationales IRU-Mitglied und die Bundeszollbehörde der VAE. Die Ausweitung des TIR-Systems auf alle sieben Emirate schreite voran und Pläne für dessen Anwendung auf intermodale Transporte seien in der Pipeline, fügten deren Vertreter hinzu. Mit 45 Freihandelszonen, davon fast die Hälfte in Dubai allein, sind die VAE eine wichtige Drehscheibe für den weltweiten Warenaustausch. TIR soll dabei helfen, die Transitkonnektivität zwischen Häfen und Grenzen auf der einen sowie den Freihandelszonen auf der anderen Seite zu verbessern und sie in die globale Logistikkette eingliedern.

 

Indien und China, die beiden stärksten Handelspartner der VAE, sind kürzlich ebenfalls der TIR-Konvention von 1975 beigetreten. Mit dem Staat Palästina vermeldete die zuständige UN-Wirtschaftskommission für Europa (Unece) am 3. Januar den 72. und letzten Unterzeichner. Das System soll dort am 29. Juni in Kraft treten.