Regionaler Fokus

  • LAN Cargo fliegt mit B777-Frachtern.

13.03.2014 Von: Andreas Haug


Artikel Nummer: 5416

«Pharma» nun auch ab Europa

Knapp drei Jahre nach seiner Einführung auf dem lateinamerikanischen Markt (vgl. ITJ 21-22/2011, S. 43) hat LAN Cargo das Produkt nun offiziell ab Amsterdam (Niederlande) und Frankfurt (Deutschland) auf den Weg geschickt.


Neuerdings hat die europäische Pharma-Industrie eine Alternative, um ihre biomedizinischen Produkte direkt und zuverlässig nach Südamerika zu schaffen. «Es hat uns einige Zeit gekostet, um sämtliche speziellen Vorgänge zu entwickeln, unser Personal zu schulen und unsere Handlingpartner am Abgangs- und Zielort einzuweisen, damit das Serviceniveau garantiert werden kann, das diese hochempfindlichen Güter verlangen», blickt Guido Henke, Europadirektor LAN Cargo, auf die drei Jahre zurück, seitdem «Pharma» den Kunden in Lateinamerika angeboten wird.

 

Zunächst drei Ziele

Anfangs steht es nur erst in Amsterdam und Frankfurt zur Verfügung. Von den beiden Drehkreuzen in West- und Mitteleuropa gehen insgesamt sechs B777-Frachter der Fluglinie wöchentlich nach Südamerika. Die «Pharma»-Zielpunkte sind momentan auf eine Handvoll ausgewählter Flughäfen begrenzt.

 

«Es ist unsere Absicht, diesen Dienst auf unsere Passagierflugzeuge auszuweiten und dann insbesondere Guarulhos, den grösseren der beiden Flughäfen von São Paulo, auf die Liste der ‹Pharma›-Destinationen zu setzen», sagt Henke. Dies müsse aber wahrscheinlich bis zum nächsten Winterflugplan warten, wie  der Manager gleichzeitig einräumt.

 

 

Das Produkt «Pharma» auf einen Blick

• Annahme in Amsterdam und Frankfurt

•  Zielflughäfen: Buenos Aires-Ezeiza (Argentinien), São Paulo-Viracopos und Cabo Frio (Brasilien) sowie Santiago de Chile

•  Temperaturspanne: 2°C-8°C und 2°C-25°C und in Viracopos zusätzlich 15°C-25°C

•  Standardarbeitsanweisung für jede Strecke und Leistungsvereinbarung mit den Handlingpartnern von LAN Cargo

•  Prozeduren im Einklang mit den Richtlinien des Iata Chapter 17

•  für die «Pharma»-Abwicklung geschultes und zertifiziertes Personal

•  laufendes Nachrüstprogramm

•  Einsatz von Kühldecken zur Vermeidung von Temperaturabweichungen

•  Schadensmeldung rund um die Uhr

•  Vorabinformation aller in den Kühlkettenprozess eingebundener Parteien

•  «Pharma»-Frachtstücke verlassen zuletzt die temperaturkontrollierte Zone und werden zuerst in das Flugzeug geladen.

 

 

 

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