Regionaler Fokus

  • Der Bau der Brücke dauerte nur vier Jahre.

12.06.2018 Von: Marco Wölfli


Artikel Nummer: 23627

Rekordbrücke für Güterverkehr

Die längste Hängebrücke Afrikas spannt sich neu über die Bucht von Maputo. Das Grossprojekt der CRBC dient der Erschliessung eines Vorortes, soll aber auch dem Strassentransport Richtung Südafrika Dynamik verleihen.


 

80% der Güter- und Passagiertransports in Subsahara-Afrika (ohne Südafrika) werden auf der Strasse abgewickelt. Trotzdem sind die Strassenverhältnisse oft schlecht und hemmen daher die Leistung des Gütertransports.

 

 

China baut und zahlt

Deswegen gibt es in vielen Ländern Afrikas ambitionierte Strassenprojekte. Oft ist dabei die China Road and Bridge Corporation (CRBC) involviert. Das chinesische Staatsunternehmen stellt sowohl das Geld, wie auch die Arbeiter zur Verfügung und realisiert Strassenprojekte in rasanter Geschwindigkeit. Jüngstes und spektakulärstes Beispiel ist die Brücke über die Bucht von Maputo in Mosambik. Die knapp 800 Mio. USD teure Brücke verbindet das Zentrum der Hauptstadt mit dem Vorort Katembe und schafft gleichzeitig eine verbesserte Verbindung Richtung Südafrika, dem wichtigsten Handelspartner von Mosambik. Die Brük­- ke soll am 25. Juni am Nationalfeiertag eröffnet werden. Mit einer Länge von 680 m wird es die längste Hängebrücke des Kontinents sein. Neben der eigentlichen Brücke werden auf beiden Seiten auch Zufahrtsstrassen mit einer Gesamtlänge von 2,2 km realisiert.

 

Die Brücke soll Katembe besser an Maputo anbinden. Im wenig entwickelten Gebiet ist die Ansiedlung von Industrie- und Logistikbetrieben geplant. Andererseits soll das Bauprojekt den Warenverkehr mit Südafrika verbessern. Derzeit exportiert Mosambik Güter im Wert von 1 Mrd. USD in das südliche Nachbarland, was einem Sechstel des ganzen Exportvolumens entspricht. Im Gegenzug importiert die ehemalige portugiesische Kolonie Waren im Wert von 2,3 Mrd. USD aus Südafrika. 

 

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