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14.07.2015

Artikel Nummer: 11043

27-30/2015 Es geht uns alle an


Österreich und die Schweiz, die als Special im Fokus der vorliegenden Ausgabe stehen, werden häufig als eine Art ruhender Pol des derzeit sehr bewegten Geschehens in Europa, vor allem in Südeuropa, bezeichnet. Dies trifft aber bei weitem nicht zu. Die nach wie vor äusserst angespannte Lage in Griechenland geht uns sehr wohl an. Zum einen als Europäer, schliesslich ist Griechenland, eine der ältesten, wenn nicht die älteste Demokratie der Welt, ein Mitglied der EU, zum anderen aber auch – sehr viel enger gefasst – als Menschen die in der Schifffahrts- und Logistikbranche tätig sind. Unzählige Diskussionen sind bereits entbrannt über die Ursachen diese Krise, und es wäre vermessen von uns, sich an dieser Stelle in die hohe Politik einzumischen. Fakt ist aber, dass die derzeit oft gerügten griechischen Reeder seit Menschengedenken ihre Dienste in die Verbindung zwischen Griechenland und den Rest der Welt gestellt haben. Bis heute sind die Fähr-, Auto- und Frachtschiffe zwischen den Mittelmeerhäfen und -Hubs und der übrigen Welt unentbehrlich. Auch wenn einige der Mittelmeerländer unter der wirtschaftlichen Krise leiden, melden die Schifffahrtslinien zum Teil ordentliche Resultate.

 

Gleichzeitig mit diesen Nachrichten erreichen uns aus diesen aktuell vermehrt von negativen Ereignissen betroffenen Ländern eine für unsere Region sehr ausgeprägte Hitzewelle, die ihren Ursprung u.a. in einem Hochdruckgebiet über Mittel- und Südeuropa hat. Bereits wurden in den vergangenen Tagen in Spanien, Portugal und Südfrankreich selbst für diese Jahreszeit aussergewöhnlich hohe Temperaturen gemessen.

 

Wir «Nordländer» erleben dies mit gemischten Gefühlen. Einerseits gibt es ganz zweifellos das «summer feeling», das Ferien, Sonne, Strand beinhaltet, andererseits gehen die Geschäfte weiter, und hier bringt sich unsere Branche wieder ein. Wie wichtig (und «cool» und angenehm zu lesen) sind die Ergebnisse, die an der SCM Logistics 2015 Ende Juni in Singapur erarbeitet wurden (s. S. 26). Im Kampf gegen potenzielle gesundheitsschädigende Folgen der Hitze werden Medikamente eingesetzt, die ihrerseits grosse Distanzen überwinden müssen. So werden Pharmaprodukte fachgerecht, d.h. mittels temperaturgeführter Transporte zu Wasser, auf dem Land und in der Luft vom Herstellungsort zum End­verbraucher gebracht.

 

Ich wünsche viel Vergnügen bei der Lektüre des Ihnen jetzt vorliegenden ITJ.

 

Jutta Iten
Redaktorin

 

 

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