Service Centre

10.08.2015

Artikel Nummer: 11154

31-34/2015 Zwischen Wurm- und Sommerloch


Viele von Ihnen dürften bereits wieder aus dem Sommerurlaub ins Büro zurückgekehrt sein. Wo auch immer Sie waren, wird Ihnen nicht entgangen sein, dass die Nasa nun sicher ist, dass es weit da draussen noch einen anderen Planeten gibt, der unserer Erde ähneln soll. Sehr weit sogar. «Kepler-452b» kreist in 430 pc Entfernung vom blauen Planeten um einen sonnenähnlichen Stern. Das sind 1400 Lichtjahre – zu weit für jedes bisher denkbare Gerät, dessen sich der Mensch bedienen könnte, um sich über die tatsächliche Beschaffenheit des Himmelskörpers ins Bilde zu setzen. Einen aktuellen Anhaltspunkt gibt die Sonde des Programms «New Horizons», die am 14. Juli – «nur» neuneinhalb Jahre nach ihrem Start – am Rande unseres Sonnensystems Pluto passiert hat: In diesem Tempo würde ein Raumschiff 25 Mio. Jahre brauchen, um «Kepler-452b» und seinen möglichen Bewohnern schnell mal «guten Tag» zu sagen oder Güter mit ihnen auszutauschen. Wirklich rasant wären Reisen durch Wurmlöcher, mit Warp- oder vielleicht auch elektromagnetischem Antrieb. Doch die können nur in Paralleluniversen gebucht werden. Bleiben wir wohl oder übel vorerst auf der Erde!

 

Hier unten mangelt es selbst in der so genannten «Saure-Gurken-Zeit» nicht an Entwicklungen, über die es zu berichten gilt. Angesichts des geografischen Schwerpunktthemas dieser Ausgabe denke ich hier auch an Afrika und den von dort fliessenden Flüchtlingsstrom, der nicht aufhört, sich auf europäische Küsten zu ergiessen. Ohne auf die maroden Transportmitel eingehen zu wollen, die die tägliche Tragödie im Mittelmeer noch vergrössern, habe ich kürzlich von einer hoffnungsvollen Initiative erfahren, die aus der Flüchtlingskrise eine Möglichkeit zur Gewinnung von Fachkräften macht. So wird Flüchtlingen im Raum Leipzig-Halle im neuen Schuljahr eine eigens entwickelte Ausbildung zum Fach­lageristen angeboten.

 

Auf Schule und Arbeit folgen freilich Ferien, und falls Ihr Urlaub noch vor Ihnen liegt, sollten Sie nicht vergessen, das ITJ mitzunehmen – im (Hand-) Gepäck oder digital.

 

Andreas Haug
Ressortleiter Luftfracht

 

 

Mehr zum Thema