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07.09.2016

Artikel Nummer: 15830

37-38/2016 Shipping go?


Die schlechten Wirtschaftsnachrichten reissen in einer Zeit, in der weltweit die Halbjahresberichte der Unternehmen publiziert werden, nicht ab. Die Schifffahrt macht dabei keine Ausnahme (siehe ITJ 35-36 / 2016, Seite 10). Als Antwort darauf werden Gegenmassnahmen wie Spar- und Rationalisierungsbemühungen getroffen.

 

Zur  Digitalisierung der Logistikabläufe kommt die sukzessive Einführung der Automatisierung. Pöstler in der Schweiz benutzen zum Beispiel neu  versuchsweise fernge-steuerte Fahrzeuge für die Ablieferung von besonders eiligen Postsendungen, ebenso wie Drohnen für den Luftweg. Beim Vor- und Nachtransport (auch auf Autobahnen) des inter-modalen Verkehrs werden gleichermassen entsprechende Pilottests mit  führerlosen Lkw-Diensten durchgeführt. Auch in vielen Häfen verteilen Roboter die Ladung – nach dem Einsatz von führerlosen Kranen für das Beladen oder Löschen.

 

Bleibt die Seeschifffahrt, zusammen mit der Luftfracht das Kern- und Mittelstück vieler intermodaler Transporte. Traditionell ist erstere für eine gewisse Behäbigkeit bekannt und tut den Schritt in die Moderne nicht überraschend als eine der letzten in der Lieferkette. Immerhin werden unter Einsparung hoher Kosten vermutlich bald die Papierschriften gänzlich durch digitale Dokumente ersetzt.

 

Weiter scheint die Schifffahrt aber derzeit nicht vorzupreschen. Also  keine Angst, in der nahen Zukunft wird es keine Riesenfrachter geben, die ohne den Kapitän und seine Mannschaft  an Bord auf den Meeren dieser Welt herumkurven. Daher – zumindest vorläufig – kein «Shipping Go» (nebenbei: der Pokémon-Go-Hype ist ja dem Vernehmen nach auch wieder rückläufig).

 

Eine anregende Lektüre wünscht

 

Jutta Iten
Redaktorin

 

 

 

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