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21.11.2014

Ausgaben
Artikel Nummer: 8255

47-48/2014 Da geht doch was !


Manchmal möchte man sie einfach auf den Mond schiessen, die Europäer, nicht aber am 12. November: Denn da haben es die beteiligten 17 Länder doch tatsächlich geschafft, was noch keiner anderen «Weltraumnation» gelungen ist! Menschen auf den Mond bringen? Eine Sonde auf dem Mars oder einem anderen Planeten absetzen? Nein, sondern auf einem Kometen ist «Philae» gelandet, was noch kein von Menschen geschaffenes Objekt jemals zuvor erreicht hat.

 

Bei allen logistischen Details, die dieses Projekt beinhaltete und über die an anderer Stelle bei uns einmal die Rede sein wird, möchte ich betonen, dass es sich bei dieser historischen Pionierleistung geradezu um ein Schnäppchen gehandelt hat: Mit Kosten von über 1 Mrd. EUR mag «Rosetta» zwar das teuerste Projekt der europäischen Raumfahrt sein, aber damit ist die auf 20 Jahre angelegte Mission immer noch weitaus günstiger und vielleicht sogar kürzer als z.B. der Bau eines Flughafens in Deutschland (Berlin) oder Frankreich (Nantes). Böse Zungen behaupten sogar, möglicher­weise ist es billiger und einfacher, einen Flughafen gleich auf einem Kometen zu bauen als in Europa...

 

Ganz so weit wollen wir nicht gehen, sondern blicken statt ins All oder nach Ägypten, woher die so wohl klingenden Namen der Kometenlandung stammen, nach Italien. Und auch da darf ich von einer Premiere berichten. Denn die Beilage dieser ITJ-Ausgabe über Entwicklungen im von uns aus gesehen transalpinen Transport- und Logistikbereich ersch­eint für den betroffenen Teil unserer Leser in Italienisch. Mit dieser nunmehr siebten Sprachversion – neben unseren drei Standardsprachen Englisch, Französisch und Deutsch, nach Portugiesisch und Spanisch im Rahmen der Intermodalmesse in São Paulo sowie Russisch anlässlich der Transrussia – wollen wir wieder einmal unterstreichen, wofür das «I» in unserem Namen steht. Italienisch ist ja nicht nur eine der Landessprachen der Schweiz, sondern auch die Muttersprache einer der grössten und trotz aller Turbulenzen der letzten Jahre wichtigsten Wirtschaftsnationen der Welt. Wie meine Kollegin Jutta Iten im Editorial der Beilage ankündigt: Dort geschieht wieder Einiges! Entdecken Sie dies, wozu ich Ihnen eine unter­haltsame Lektüre wünsche.

 

Andreas Haug
Ressortleiter Luftfracht

 


 


 


 

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