Heavylift / Breakbulk

  • Eine neue Nil-Brücke bei Jinja soll den Strassenverkehr flüssiger machen.

10.02.2016 Von: Andreas Haug


Artikel Nummer: 13353

«Luftbrücke» nach Uganda

Globalisierung im grossen Massstab: Damit der Nil, nicht nur der längste Fluss Afrikas, sondern der Welt, von einer Strasse überbrückt werden kann, brauchte es Material aus Asien – mit Transit über Mittelost.


Weite Teile Afrikas sind noch immer infrastrukturell unterentwickelt. Um die Verkehrsströme auf dem ost­afrikanischen Nordkorridor, der Uganda mit Ruanda und Burundi sowie mit dem Kongo und Kenia verbindet, flüssiger zu machen, braucht es am Nil-Ausfluss des Victoriasees eine zweite Strassenbrücke. Die Kosten dieser «New Jinja Bridge» in Höhe von 125 Mio. USD finanziert zu 80% die japanische Regierung.

 

Ende letzten Jahres hat die federführende Firma, das japanische Unternehmen Zenitaka, das vor genau zwei Jahren mit dem auf vier Jahre ausgelegten Bau der mehr als 500 m langen Schrägseilbrücke begann, eine umfangreiche Sendung per Luftfracht aufgegeben. Dabei mussten über 80 t Baumaschinen, darunter eine Seilwinde und eine Imlochhammer-Bohreinrichtung, sowie Stahlteile der Brücke selbst von Tokio-Narita nach Entebbe, wo sich das internationale Luftdrehkreuz des ostafrikanischen Landes befindet, transportiert werden.

 

Mit der Charter beauftragt wurde Emirates Skycargo, die das Material über ihren Hub Dubai führte. «Im Laufe der Jahre haben wir schon viele übergrosse Frachtstücke befördert – von Hubschraubern über Steuerruder und Flugzeugtriebwerke bis zu Jachtmasten», erläuterte Ravishankar Mirle, der für Fernost und Australasien verantwortliche Fracht-Vizepräsident der Fluglinie. Diesmal eingesetzt wurde eine der 13 B777F von Skycargo mit einer maximalen Nutzlast von über 100 t. Zur Vollfrachterflotte, die 50 Ziele auf der Welt regelmässig anfliegt, gehören noch zwei B747-400F.       

 

 

 

 

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